Vor fast 30 Jahren ist der langjährige philippinische Diktator Ferdinand Marcos im amerikanischen Exil auf Hawai gestorben. Imelda Marcos, die Schönheitskönigin und First Lady,  war für ihre tausend Schuhe bekannt.  Aber die Familie des gestürzten Dikators ist nach wie vor mächtig auf dem Inselstaat. Nach heftigen Auseinandersetzungen ist der frühere Präsident heute in allen Ehren in Manila auf dem Heldenfriedhof beigesetzt worden.

Drei Jahrzehnte nach dem Sturz der Diktatur bewegt  Ferdinand Marcos die philippinische Politik.

Der  Heldenfriedhof ist die letzte Ruhestätte für die toten Soldaten der Inselrepublik.

Ferdinand Marcos wurde heute, 30 Jahre nach seinem Sturz, in allen Ehren beigesetzt.

Die Überführung nach Manila war der ausdrückliche Wunsch der Familie, die sich eine Rehabilitierung  des Diktators erhofft.

Die Marcos Jahre waren eine  Zeit harter Repression kritisieren seit Wochen Demonstranten.

Bonifacio Llagan, Menschenrechtsaktivist

„Wir kämpfen  um historische Gerechtigkeit für die Opfer des Ausnahmezustandes unter Marcos.“

Der Marcos Clan hat nach wie vor viel Einfluss auf den Philippinen.

Selbst für den neuen  Präsidenten Duterte  ist die Beziehung zu der mächtigen Familie wichtig.

RAMON CAPILES, POLITIKWISSENSCHAFTLER

„Er ist von der Marcosfamilie unterstützt worden. Aber im Gegenzug haben sie das Begräbnis für Marcos auf dem Heldenfriedhof verlangt, darum kommt er nicht herum, er hat ja gesagt.“

Zuletzt hat auch das  Höchstgericht einer Überführung der Leiche des ehemaligen Präsidenten zugestimmt.

Unter Ferdinand Marcos hat der Ausnahmezustand zur Diktatur geführt. Die Haltung zu Marcos spaltet das Land. Aber die Sehnsucht nach einem starken Mann ist groß.

Die Marcos-Fans sind unübersehbar in der  Parteienwelt der Philippinen.

Auf den politisch aktiven Sohn des Diktators schwört der  Taxifahrer  Dejesus. Für die 1060 Paar  Schuhe der damaligen First Lady  Imelda Marcos, die das Symbol ihres Luxuslebens waren, hat der Fan volles Verständnis.

JIMMY DEJESUS, MARCOS-ANHÄNGER

„Soll das Präsidentenehepaar keine Schuhe haben oder vielleicht nur drei Paar haben? Das ist doch Unsinn.“

In ihrer Regierungszeit hat die Familie  Marcos konservativ gerechnet  10 Milliarden Dollar abgezweigt.