Der Wahlsieg Donald Trumps hat weltweit Erstaunen und Verunsicherung ausgelöst. Als führende globale Weltmacht ist Amerika international stark engagiert. Trump will die teuren Verpflichtungen reduzieren. Nervös reagiert Ostasien, dem bisher die chaotischen Entwicklungen anderer Erdteile erspart geblieben sind.

Völlig überrascht  reagiert Asien  auf den Erfolg Donald Trumps, mit dem keine Regierung ernsthaft  gerechnet hat.

Seit den frühen Morgenstunden brechen überall auf dem Kontinent die Aktienmärkte ein. Der  Börseneinbruch ist ein Zeichen der  Unsicherheit, die Asien erfasst hat.

Hillary Clinton  stand für  Kontinuität in der amerikanischen Asienpolitik, die jetzt nicht mehr gesichert ist.

Seit sechs Jahrzehnten sind die USA und Japan militärisch enge Verbündete.  Trump hat die traditionelle Allianz  in Frage gestellt.

Offiziell zeigt man sich in Peking über Trumps Sieg gelassen. Der Sprecher das Außenministeriums sagt, es sind reife Beziehungen zwischen China und den USA, von denen man hofft, dass sie stabil und produktiv bleiben werden. Das ist die offizielle Version. Präsident Xi hat Donald Trump ein Glückwunschtelegramm geschickt, wie das dem diplomatischen Usus entspricht.
Die chinesischen Fernsehsender haben heute den ganzen Tag nach Washington geschaltet und auch im Internet, in den weit verbreiteten sozialen Netzwerken, was Trumps Sieg das große Thema. Ein User hat geschrieben, die Amerikaner haben jetzt offensichtlich so etwas wie eine Kulturrevolution vor sich, das war vor 4o Jahren der von Mao ausgelöste Umsturz gegen das Establishment.
In den staatlichen Medien gibt es Kommentare, dass hinter dem brutalen amerikanischen Wahlkampf eine tiefe Krise der westlichen Demokratie steckt und dass China vielleicht nicht so unrecht hat, seine Führer nicht frei zu wählen, wie im Westen, sondern durch einen parteinternen Selektionsprozess zu bestimmen, weil es dabei weniger unberechenbar zugeht.
Aber der Börseneinbruch in Asien hat gezeigt: der Kontinent fürchtet sich vor Instabilität, dass USA unberechenbarer Partner werden.
Vergessen wir nicht: die ganze Sicherheitspolitik vieler Staaten Asiens, in Japan, in Korea, in Taiwan und anderen Mehr basiert auf dem militärischen Engagement der USA in Ostasien.
Aber Wenn Japan aufrüstet, weil sich die USA zurückziehen, kann das böse Auswirkungen haben. Es kann zu einem Wettrüsten in der Region kommen
Korea ist überhaupt ein gefährlicher Krisenherd, mit den Atomwaffen Kim Jong Uns. Auch da spielen die USA eine große Rolle.
Man wird sehen, was Trump wirklich umsetzt von seinen Ankündigungen . Aber klar ist: es ist so etwas wie eine Zeitenwende, wo die bisherigen Allianzen und Verpflichtugnen nicht mehr gelten, und jede Macht versuchen wird ihre eigenen Interessen selbst zu vertreten.
China glaubt damit umgehen zu können, als Großmacht, andere kleinere Staaten werden fürchten unter die Räder zu kommen.

Trump hat ja auch einen Handelskrieg mit China angekündigt, weil er sagt China nimmt amerikanische Jobs weg. Da wird es nicht leicht sein ein korrektes Verhältnis aufzubauen. Beim Verhältnis zwischen China und den USA ist immer viel Rivalität dabei. Es ist eine komplizierte Situation, bei der viel Fingerspitzengefühl gefordert ist, für das Trump nicht gerade bekannt ist.
Viele haben das Gefühl, dass heute ein ganzes Zeitalter zu Ende gegangen ist. Und eine Phase der großen Unsicherheit beginnt.