Zu den zahlreichen ungelösten Konflikte, die Donald Trump als zukünftiger Präsident der USA erbt, gehört das nukleare Rüstungsprogramm Nordkoreas. Der UNO-Sicherheitsrat hat diese Woche einstimmig neue Sanktionen gegen das nordkoreanische Regime verhängt. Aus Pjoengjang kommt heute wütender Widerspruch. Die Sorge vor einer schlagartigen Eskalation ist da.

Das nordkoreanische Außenministerium hat heute alle diplomatischen Vertreter in  Pjoengjang versammelt, um den Protest gegen die neuen UNO-Sanktionen zu deponieren. Der verschärfte Wirtschaftsboykott sei  Machtmißbrauch, weil er dem Land das Recht auf Selbstverteidigung verweigere.   Es wird  harte Gegenmaßnahmen geben, heisst es in Pjoengjang.

Der UNO-Beschluss zielt auf die Kohleexporte Nordkoreas ab. Auch der Export von riesigen Politikerstatuen, für die Nordkorea vor allem in Afrika bekannt ist, wird unterbunden.

In Washington hat noch vor der Amtseinführung von Donald Trump eine Debatte über die Koreapolitik der USA eingesetzt. Der designierte neue  Sicherheitsberater Michael Flynn sieht Nordkorea als Verbündeten des islamistischen Terrorismus. Trump selbst hat im Wahlkampf ein persönliches Treffen mit Nordkoreas Kim Jong Un für wünschenswert erklärt.

Tatsache ist, dass  alle bisherigen Sanktionen  das isolierte Land nicht von seinem Atomkurs abgebrachat haben.

Der ehemalige US-Verteidigungsminister William Perry verlangt jetzt, dass die USA ihre Verhandlungsstrategie ändern.

Wir müssen Nordkorea so akzeptieren wie es ist, und nicht, wie wir es wünschen sagt der frühere US-Hardliner Perry.

Nordkorea soll als Atommacht anerkannt werden, durch eine Bestandsgarantie für das Regime, so Perry, auf diesem Weg könnten die Spannungen reduziert werden.

In Pjoengjang heisst es, wenn die Donald Trump seine Ankündigung wahr macht, und die amerikanischen Truppen aus Südkorea abzieht, dann könnte es rasch einen Friedensvertrag geben. In Wirklichkeit würden Südkorea und Japan wohl  massiv aufrüsten, wenn der amerikanische Schutz wegfällt.

Beide Länder haben in der Folge der UNO-Sanktionen zusätzliche Boykottmaßnahmen gegen Nordkorea verfügt.