Die lange Verhandlungsnacht liegt hinter allen. Ist man in Brüssel auch nach  einigen Stunden Distanz überzeugt, dass Zypern jetzt dauerhaft gerettet ist?

    Jubelstimmung herrscht nirgends. Dazu gibt es noch zu viele offenen Probleme.

     Aber dass der Totalkollaps in Zypern verhindert wurde, im Herzschlagfinale dieser Krise, darüber ist die  Erleichterung groß. Damit ist auch klar, die Europäer halten weiter zusammen.

  Der jetzige Plan  wird allgemein als besser beurteilt als früher  und auch als sozial verträglicher, weil  Einlagen bis 100 000 Euro nicht betroffen sind.   

Dass ist eine Kurskorrektur. Dass die gelungen ist war ganz entscheidend dem Engagement von Ratspräsident HVR zu verdanken, der eine Kurskorrektur ermöglicht hat, durch  stundenlange Verhandlungen mit  dem zypriotischen Präsidenten, während die Finanzminister gewartet haben.

 

  Diese korrigierende Funktion des Ratspräsidenten Hermann van Rompuy in der EU ist wahrscheinlich noch nie  so deutlich zu Tage getreten, wie im Fall Zypern.

 

 Europa aus der zypriotischen Erfahrung gezogen?

 

  Überdimensionierte Banken, die sich verspekuliert haben,  waren in  den letzten Jahren immer wieder das Problem.

  Bisher sind die Steuerzahler eingesprungen. Diesmal werden auch die Großanleger zur Kasse gebeten, im Gegenzug für europäische Hilfsgelder.

   Das wird wohl Schule machen. Denn auch andere Länder müssen ihre Finanzwelt umbauen.

  Die EU strebt ja eine

eine sogenannte Bankenunion an.

Dort soll das automatisch ablaufen,, was in Zypern mit viel Gezerre und politischem Streit passiert ist.

  Vielleicht wird man sich jetzt überlegen den Weg in diese Bankenunion jetzt etwas beschleunigt zu gehen.