Mit einem Investitionspaket von über 315 Milliarden Euro will

Kommissionpräsident Jean Claude Juncker bekanntlich Europas Wirtschaft in

Gang bringen. Die EU-Mitgliedsstaaten haben bereits 200 Projekte für dieses

Programm eingereicht, ein Drittel davon hätte allerdings mit dem Ausbau der

Atomkraft zu tun und dafür gibt es gleich Kritik aus Österreich.

 

 

Die lahmende Wirtschaft Europas zu beleben, das ist die wichtigste Priorität

der Kommission, verspricht der neue Chef. Der Kommissionspräsident will

ausmisten und an die 80 umstrittene Gesetzesvorschläge streichen. Die

Entbürokratisierung kommt gut an bei der Wirtschaft. Umweltschützer warnen

dagegen vor einem Ausbau der Atomenergie. Das Herzstück von Junckers Plan

ist ein europäisches Investitionsprogramm von 315 Milliarden Euro. Auf ihre

Wunschliste haben einige EU-Staaten auch den Ausbau von Atomkraftwerken

gesetzt. Ein Drittel der Investitionen könnten in Nuklearprojekte wie das

britische AKW Hinkley Point fließen, kritisiert Österreichs Umweltminister.

 

Rupprechter Andrä (ÖVP)

Leider muss man feststellen dass die Vorschläge von Jean-Claude Juncker eine

Renaissance der Atomenergie zu einer Priorität ernannt haben und das finde

ich fundamentalen und fatalen Fehler und dagegen werden wir uns auch massiv

aussprechen.

 

Entschieden ist nichts, antwortet die Europäische Kommission auf unsere

Frage. In der EU kann

jedes Land über seinen Energiemix selbst entscheiden. Diese

Regel gilt für Gegner und Befürworter der Atomkraft in gleicher Weise.