Zu den Spannungen rund um die Atomrüstung Nordkoreas gab es heute ein Telefonat zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und dem amerikanischen Präsidenten Trump. Trump sagt, falls nötig sind die USA bereit auch alleine gegen Nordkorea vorzugehen. Eine Armada von Kriegsschiffen ist in Gang gesetzt worden. China will eine friedliche Lösung des Konflikts ermöglichen. In Pjöngjang hat ORF-Asienkorrespondent Raimund Löw, immer begleitet von nordkoreanischen Pressebetreuern, versucht die Stimmung unter den Bürgern einzufangen.

Die Rhetorik gegen Amerika gehört in Nordkorea   zum Alltag.

Wenn die USA einen Militärschlag wagen, werden wir zurückschlagen,  sagt die Sprecherin im Fernsehen.

Im Fall des kleinsten  Angriffs gegen die Raketenanlagen oder gegen die Führung, plant Nordkorea Atomwaffen einzusetzen,

bestätigt uns der Vertreter des Außenministeriums.

Ju Wang Hwan, Nordkoreanisches Außenministerium:

„So lange die USA an ihren Plänen zur Enthauptung der Führung festhalten,  werden wir die Politik des Erstschlages nicht aufgeben.“

Mit bloßen Händen säubern die Bürger den Paradeplatz  für den Aufmarsch zum Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung.

Jeder Stein ist hier genau markiert für die Massenshow.

Zivile und militärische Forschung ist eng verzahnt in Nordkorea.

JO BOK-SIL, Wissenschaftlich-technischer Komplex, Pjöngjang:

„Die Raketen sind Teil unserer Selbstverteidigung.“

Das neue Technikzentrum ist populär bei den Schülern.

„Dank der Liebe des respektierten Marshalls Kim Jong Un bin ich hier beim browsen am Computer.“

Absolute Treue zu den Führern und die Frontstellung gegen Amerika sind Staatsraison. Im Fernsehen, im Radio, bei offiziellen Rede, wird ständig über die Kriegssituation mit den USA gesprochen. Aber das ist seit Jahrzehnten so, in denen in Wirklichkeit Frieden herrschte auf der koreanischen Halbinsel.

Längst sind die Menschen abgestumpft  und nehmen nur begrenzt wahr, wie gefährlich die Situation  geworden ist.