In Myanmar ist heute zum ersten Mal das neue Parlament zusammen getreten, in dem die demokratische Partei der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nach ihrem Wahlsieg im letzten Herbst die absolute Mehrheit hat. In den nächsten Wochen wird Wahlsiegerin Aung San Suu Kyi eine Regierung bilden, wobei sie nach wie vor auf die mächtigen Militärs Rücksicht nehmen muss.

Es ist ein Augenblick, auf den in ganz Myanmar die Menschen seit langem warten.

Erstmals tritt ein Parlament zusammen, in dem nicht mehr die Militärs das Sagen haben.

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, eine ehemalige politische Gefangene, hat die absolute Mehrheit der Abgeordneten hinter sich.

INSERT: Tin Htay Aung, Abgeordneter, Nationale Liga für Demokratie

27 Jahre habe ich diesen historischen Tag herbeigesehnt.

INSERT: Zinmar Aung, Abgeordnete, Nationale Liga für Demokrate

Demokratie und Menschenrechte werden jetzt ein Ziel für unsere Zukunft.

Das Volk hofft auf eine Wende zum Besseren in dem bitterarmen Land, das so lange unter der Mißwirtschaft der Militärs gelitten hat.

INSERT: MELONENVERKÄUFERIN, YANGON

Wir Armen werden dauernd nur gequält und misshandelt.   Aung San Suu Kyi soll Präsidentin werden.

An die Spitze des Staates kann sie nicht kommen, das verbietet gezielt die Verfassung der Militärs. Sie wird dann eben über dem Präsidenten stehen, argumentiert die selbstbewusste Lady.

Nach Jahrzehnten Militärdiktatur sind die Erwartungen riesig in die neue Führung in Myanmar. Schon wenn es Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gelingt die machtbewussten Generäle einzubinden in ein demokratisches Regeriungssystem, wäre das ein Meilenstein für ganz Südostasien.