Die Rhetorik in der Nordkoreakrise ist furchterregend. Das nordkoreanische Außenministerium sagt jederzeit kann ein Atomkrieg ausbrechen. China, die Großmacht in der Region, warnt, die Lage kann rasch außer Kontrolle geraten.

 

Der Grund sind die völlig entgegengesetzte Positionen zwischen Nordkorea und den USA. Die nordkoreanische Führung sagt, unsere Atomwaffen werden wir nie aufgeben. Das war die Botschaft der heutigen Parade. Das Regime Kim Jong Uns sieht diese Bomben  als Garantie gegen einen Umsturz.  Die USA und die internationale Gemeinschaft verurteilen diese Atomrüstung als illegal.

Aber von einem wirklichen Krieg hätte niemand einen  Vorteil.

Den von manchen vorausgesagten neuen Atomtest Nordkoreas hat es nicht gegeben. Ein solcher Test wäre schlimmer gewesen als eine Parade, bei der Raketen herumgeführt werden.

Die Gefahr ist natürlich, dass sich jemand verkalkuliert in dieser hochgerüsteten Region und es dann zu einer verheerenden Kettenreaktion kommt.

 

Um aus dieser gefährlichen Lage herauszukommen, müssten alle eingestehen, dass dieser Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm militärisch nicht gelöst werden kann. Das verlangt China, das wollen die Südkoreaner in ihrer überwiegenden Mehrheit. Auch in der Trump-Administration gibt es diese Stimmen.

Wenn man das einmal erreicht ist, könnten die Nordkoreaner in einem nächsten Schritt vielleicht bewegt werden, ihre Atomwaffen einzufrieren.  Nicht abbauen, das ist im Augenblick unrealistisch, aber zumindest keine neuen Tests und keine Rakete testen, die Amerika erreichen könnte.

 

Aber dazu müssten die Nordkoreaner irgendetwas bekommen von den USA. Dazu ist Donald Trump nicht bereit, daher stocken die chinesischen Vermittlungsbemühungen.

 

 

Die Menschen in Nordkorea sind angespannt, das ist rund um die hohen Feiertage immer so, wir haben das in Pjöngjang erlebt. Die kriegerische Rhetorik gegen Amerika sind sie gewohnt, das ist Alltag und nicht unbedingt etwas besonderes. In Pjöngjang gibt es dieser Tage nicht nur Paraden und Aufmärsche, sondern auch viele Tanzveranstaltungen. Nach Kriegsvorbereitung sieht es in der Stadt nicht aus.