Hongkong ist seit der Übergabe vor 25 Jahren zwar Teil China, die Pressefreiheit in der ehemaligen britischen Kolonie, ist jedoch im Grundgesetz garantiert. Doch der Druck aus Peking auf die kritische Presse wächst. Aber nach wie vor ist in Hongkong erlaubt, was in China selbst streng verboten wäre.

In keinem  Gebiet Chinas darf so frei über die Herrschenden geschrieben werden, wie in Hongkong.

Peking hat zwar die politische Oberhoheit, aber  die demokratischen Freiheiten noch für 25 Jahre vertraglich garantiert.

Umso größer war der Schock, als fünf unbequeme  Buchhändler,

darunter ein schwedischer Staatsbürger, letztes Jahr auf das Festland entführt wurden.

Die  meisten verhafteten Buchhändler sind wieder frei, aber die Affaire wirkt nach.

ANDREW WORK, HABRBOUR TIMES

ÜBERSETZUNG:

Mit der Entführung der Buchhändler über die Grenze nach China ist für alle eine rote Linie überschritten worden.

TEXT RL:

Diplomatische Proteste der  EU und der USA waren die Folge.   Nach wie vor haben aber auch Gegner der Zensur  eine sichere Basis. An der Universität Hongkong veröffentlicht Professor Fu King Wa gezielt  zensurierten Eintragungen  aus  Chinas Internet.

FU KING WA, UNIVERSITÄT HONGKONG

ÜBERSETZUNG:

Das ist unser Zensurindex, der zeigt die Trends der Zensur in China über  längere Zeit.

TEXT RL:

Die umfassendsten Zensurmaßnahmen in China gab es gegen die Studentenbewegung in Hongkong vor zwei Jahren.

Professor Fu beobachtet  100 000 Blogger auf dem Festland und speichert Postings, bevor sie gelöscht werden.

In China selbst entladen sich die sozialen Spannungen häufig in  Streiks und Demonstrationen.  Informationen über soziale Konflikte auf dem Festland sammelt die gewerkschaftliche Informationsstelle in Hongkong.

JEOFFREY CROTHALL, CHINA LABOUR BULLETIN

ÜBERSETZUNG:

Im Dezember letzten Jahres hat es eine große Repressionswelle gegen Arbeiteraktivisten in Guangzhou gegeben, einige sind immer noch im Gefängnis.

TEXT RL:

Die Sorge, dass Peking seine autoritären Regierungsmethoden exportieren könnte,  ist  spürbar in der ehemaligen britischen Kolonie.