Agrarpolitik, ZiB 13.11.2008

Die Agrarminister der EU verhandeln heute in Brüssel über eine Reform der europäischen Agrarförderung, stets ein heikles Kapitel in der EU. Die Europäische Kommission will größere Mittel in die ländliche Entwicklung und den Klimaschutz verlagern. Dagegen wehren sich die Großbetriebe. Kleine Milchbauern wiederum fürchten um ihre Einnahmen, wenn die Mengenbeschränkung abgeschafft wird und die Milchpreise weiter fallen.
Noch immer ist die Landwirtschaft der allergrößte Brocken im EU-Budget
Dementsprechend hart sind die Bandagen, in- und ausserhalb der Verhandlungssäale, wenn es um eine Neuverteilung der Subventionen geht.
Agrarkommissarin Fischer Boel will die Zahlungen an Großbauern beschränken.
Dafür soll mehr Geld in die Regionen fließen.
Die Mengenbeschränkung für Milchbauern, die den Milchpreis bisher künstlich hoch gehalten hat, soll schrittweise fallen. Dagegen wehren sich Österreich und Deutschland, auch das Europäische Parlament steht auf der Bremse.
Für die Tiere in Österreichs Ställen wünscht sich der Landwirtschaftsminister eine Milchkuhprämie als Ausgleich für den erwarteten Preisrückgang.
Weitgehend unumstritten: Gratisobst an Europas Schulen ab nächstem Jahr. Das freut die Obstbauern und fördert gesunde Ernährung. Bezahlt wird die Aktion aus dem EU-Budget.

 

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