Afghanistankonferenz in Den Haag, ZiB 13, 31.3.2009

Das ist ganz klar ein Krisentreffen hier in Den Haag. Die Situation in Afghanistan hat sich wirklich dramatisch verschlechtert in den vergangenen Jahren. Anschläge der Taliban gibt es jetzt sogar in der Hauptstadt Kabul. Trotz zehntausender westlicher Soldaten. Wobei Kritiker sagen: ein großes Problem sei, dass vor allem die USA den Konflikt mit den Taliban vor allem als militärische Auseinandersetzung sehen. Diese Konferenz ist der Versuch zu einer echten Internationalsierung des Konflikts mit denTaliban zu kommen. Daher sind alle Nachbarstaaten anwesende. Zum ersten Mal ist der Iran mit einem stellvertretenden Außenminister vertreten. Das ist neu.
Was ist von einem Kontakt USA-Iran zu erwarten?
Es ist eine der großen Fragen hier: wird es ein direktes Treffen zwischen Hillary Clinton und dem iranischen Vertreter geben? Auf jeden Fall sitzen alle am gleichen riesigen Verhandlungstisch hier in Den Haag, auch die Delegationen aus ‚Washington und Teheran. Das ist bereits ein gutes Zeichen.
Der Iran ist tatsächlich stark an einer Stabilisierung Afghanistans interessiert. Man fürchtet Drogen, die über die Grenze kommen. Die Taliban und Al Kaida sind für die iranische Führung Feinde. Aber viel mehr als Berührungspünkte mit dem Westen sind das natürlich noch nicht.

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