In der chinesischen Stadt Hangzhou wurde heute der Gipfel der 20 Wirtschaftsgroßmächte formell eröffnet. Gastgeber China stellt die Belebung der Weltwirtschaft ins Zentrum. Am Rand des Treffens finden aber auch zahlreiche bilaterale Zusammenkünfte der Staats- und Regierungschefs statt.

Die chinesische Führung insziniert den G 20-Gipfel als Großerreignis rund um den starken Mann des Landes. Die fremden Staats- und Regierungschefs durchschreiten auf roten Teppichen weiträumige Hallen, um zur Begrüßung mit Staatspräsident Xi Jinping zu kommen. Nur EU-Kommissionspräsident Juncker durchbricht das s Protokoll mit einem doppelten Wangenkuss für Xi. Und Angela Merkel will der chinesische Präsident gar nicht weglassen, so angeregt scheint die Unterhaltung.

In seiner Eröffnungsrede spricht Präsident Xi Jinping von wachsenden Gefahren des Protektionismus, der die Weltwirtschaft zurückwerfen und das Wachstum bremsen würde.

Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnt von China aus die Gegner des Freihandels vor negativen Konsequenzen.

Das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada, sei der fortschrittlichste Vertrag, den Europa je abgeschlossen hat.

Am Freihandelsvertrag TTIP mit den USA wird weiter gearbeitet, das sei der Auftrag der EU-Regierungschefs.

Bei der Ankunft des amerikanischen Präsidenten gestern fehlte der rote Teppich. Zwischen amerikanischen und chinesischen Sicherheitsleuten brach ein Streit aus, ob Journalisten auch in China wie üblich in der Nähe Obamas erlaubt sind. Der Disput wird heute von beiden Seiten heruntergespielt. Aber in vielen Bereichen sind Spannungen zu spüren zwischen den Teilnehmer.

Dem türkischen Präsidenten Erdogan versprach Obama Unterstützung bei der Suche nach den Anstiftern des jüngsten Putschversuches. Angela Merkel will einen Vermittlungsversuch zum Ukrainekonflikt bei Russlands Präsident Putin unternehmen.