Die Nuklearexplosion in Nordkorea war heute die Bombe mit der massivsten Sprengkraft, die  Nordkorea je gezündet hat. Pjöngjang sagt, es hat sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt, die auf eine Interkontinentalrakete montiert werden könnte.
Bis tief nach China hat die Erde gebebt.  Auch in Südkorea hat es Erschütterungen gegeben.
Die Geologen in Südkorea sagen, das war sechs bis sieben Mal die Sprengkraft von Hiroshima und Nagasaki.
Trotz der Isolation Nordkoreas und der Sanktionen gegen Nordkorea, ein ziemlicher Sprung in der Atomrüstung des Landes.
Dahinter steht eine politische Botschaft des jungen nordkoreanischen Führers Kim Jong Un, an die Großmächte und an die ganze Welt. Dass ihm völlig egal ist, was die Vereinten Nationen sagen, wad die USA oder China sagen.
Das große Ziel Kim Jong uns ist, dass sein Land offizielle anerkannt wird als Atommacht. Weil er glaubt,  dass Atomstaaten nicht angegriffen werden und dass die Atombomben die Herrschaft seiner Familie unangreifbar machen.
Bis Nordkorea dieses Ziel erreicht hat, als Atommacht anerkannt zu werden,  wird es von seiner nuklearen Rüstung nicht abgehen, trotz aller Risiken, das ist die Botschaft der heutigen Explosion.
Die  Verurteilungen aus allen Hauptstädten sind schärfer denn je. Aber sie gehen nicht in eine völlig neue Richtung. Die Amerikaner sagen die Sanktionen werden verschärft, auch gegen chinesische Firmen, die Geschäfte über die  Grenze machen.  Das wird das Verhältnis zu China schwierig machen.
Aber  irgendwie spürt man auch eine gewisse Ratlosigkeit, weil die internationale Proteste Pjöngjang kaltlassen.
Betroffen ist auch China, der mächtige Nachbar, der erleben muss zu sehen, wie wenig Einfluss Peking auf den kleinen Nachbar hat.
Aber Peking hat kein Interesse an Chaos auf der koreanischen Halbinsel, etwa wenn die Öllieferungen nach Nordkorea gestoppt werden. Daher gibt es keinen Totalboykott an der nordkoreanisch-chinesischen Grenze.
Die  Gefahr steigt, weil es die Strategie Kim Jong Uns ist dauernd Spannung zu provozieren, in einer hochgerüsteten Regiona. Aber auch , weil auf der anderen Seite, in den USA, ein Präsident steht, der mit seiner Unberechenbarkeit spielt.
Jedesmal wenn Trump mit militärischer Gewalt droht, und Nordkorea gibt nicht nach, wird der Druck auf Trump steigen, seine Drohung wahrzumachen und einen Militärschlag durchzuführen.
Gewaltverzicht und Verhandlungen wären der einzige Ausweg, das fordert China, dafür könnte es Unterstützung der Europäer geben,  aber davon ist man weit entfernt.